AGITVERGNÜGUNGEN













Ein situatsionistischer Text für Leute welche die Theorie lieben....hier

2005 Schweinfurt (SW) Arschlochsauber und Todgesichert war das Motto unseres Faschingswagen  .
Eine Anspielung auf die unsägliche Sicher- und Sauberpropaganda unserer OB Gudrun Grieser.Das  der zentrale busbahnhof jetzt rund um die Uhr Vidioüberwacht wird, war sogar der Tagesschau eine Meldung wert...



Schweinfurt mit Sicherheit (k)ein Vergnügen...

die Passionsspiele 91-93 sind extraverlinkt, damit die Homeseite voller wird...;-)



 

1994 Der lange Marsch gegen die A 81

Um den Landverbrauch deutschen Autowahns zu dokumentieren, wanderte eine elustre Schar aus dem Kulturhaus (mit Vollpension und Versorgungsbauwagen) die zukünftige Streckenführung bis Münnerstadt ab. Um den  Landverbrauch zu dokumentieren spannen wir immer mal wieder unser 29m langes Transpi aus...
Ein dreitägige Treck endet mit dem Bau einer Infohütte...


   
    


wir warnten vor dem neuen Großdeutschland, alle befürchtigungen wurden von den Realitäten (Dank Fischer und Co) übertroffen...weil wieder niemand auf uns hören wollte...
Wiedervereinigt 1990
Das Kult baut seinen guten schlechten Ruf weiter aus, indem wir auf die allgemeine gesamtdeutsche Wiedervereinigungseuphorie mit einer Trauerfeierlichkeit um das zweigeteilte Deutschland antwortet.
Auf meine Rede auf dem Marktplatz reagieren einige Großdeutsch mit (allerdings harmlosen) Handgreiflichkeiten.

Dem Schweinfurter (phallusförmigen) Mahnmal, das an die bisherige Teilung erinnerte, wird von uns mit einem Kondom überzogen...das zeitgeschehen beweist: genutzt hat es nichts, aber wir können sagen, wir haben es vorausgesehen...

Das mußte natürlich zu (allerdings harmlosen) Handgreiflichkeiten führen: ein schweinfurter Nazi provoziert uns mit Reichtflagge....



 

 


Dr. Gerhard Stockinger, heute MdL, damals Fürsprecher der reaktionären Vereinigung der Kriegsversehrten, für die die Deserteure immer noch Verräter sind...

Deserteurdenkmal 1987
Sieht man von einigen Aktionen ab, die eher das Niveau von Abiturientenscherzen hatte, war der erste Agitevent an dem ich mitwirkte,  der Versuch, der Stadt Schweinfurt ein Deserteurdenkmal zu schenken. (Wir waren die zweite Stadt nach Kassel in der Bundesrepublik, wo so ein Versuch unternommen wurde.) 
Zu diesem Zweck schreibe ich mit einer Freundin ein 20 seitige „Denkschrift“, bastele ein Styropormodell, Kollektivsten  des Kulturhauses zimmern eine Bautafel und laden zu einer Grundsteinlegung im Stadtpark. 
Es kommt u.a. zur größten Diskussionsveranstaltung der Linken in SW seit 68, mit dem jetzigen MdL Stockinger (CSU+reaktionär), der damaligen MdL Pausch -Gruber (SPD, die das Projekt unterstützt), -die kommunale, regierende SPD drückt sich. Dafür nehmen reaktionäre Mitglieder diverser Vertriebenen- und Kriegsveteranenverbände lautstark teil. 
Außerdem führten wir themenorientierten Vorlesungen, Solikonzerten usw. durch.
Aber die Regierende SPD stellt sich quer, die Grünen mokieren, das Teile des angedachten Modells aus Beton bestehen....



1986 Schweinfurter Hütte in Wackersdorf

Das Vorhaben des ehemaligen Atomministers Franz Josef Strauß in Wackersdorf eine Wiederaufarbeitungsanlage zu bauen motivierte die Kulturhausszene zu unterhaltsamen Busreisen in die Oberpfalz.
In dem entstandenen Hüttendörfern gab es immer eine Schweinfurter Hütte, die uns Schutz vor den winterlichen Temperaturen und ein gemütliches Beiein- und miteinander garantierte.
Auf dem Bild ist eine Formation um Ron Spielmann, Locko Richter zu sehen, die spontan in der Nacht vor der Räumung ein allerletztes Konzert in der freien Republik Wackerdorf zu geben.
Zur Zeit ihres Auftritts am 6.1.86 war das Dorf schon von über 2000 Polizisten umstellt.
Ihre Instrumente konnten im letzten Moment in Sicherheit gebracht werden. Eine Einheit des BGS half dann auch den Bandbus aus dem Schneematsch zu schieben....
Der Rest der Schweinfurter wurden dann am nächsten Tag anlässlich der größten Massenverhaftung der BRD für einige Stunden eingebuchtet


1985 Volkszählungsboykott
Angesicht der heutigen rot-grünen Überwachungsapparats („Maut“erkennung auf der Autobahn, automatisierten biometrische Datenerfassung, klitzelklein) klingt es lächerlich, doch vor 20 Jahren hat man sich über eine mickrige Volkszählung so richtig aufgeregt...
Natürlich boykotierte auch ds Kulturhaus.
„Bögen hier abgeben“ stand auf dem Transparent das die Polizei beschlagnahmte ,- und den Korb mit der aufmonierten Klobrille für die amtlichen Papiere nahm sie auch mit.